Der US-Militärangriff auf Venezuela hat in Spanien zu heftigen und unterschiedlichen politischen Reaktionen geführt. Während die Regierung zu Ruhe und Deeskalation aufruft, verurteilen viele linke Parteien die Aktion scharf, während die Rechte einen anderen Ansatz verfolgt.
Die spanische Regierung hat mit Besorgnis auf den amerikanischen Angriff auf Venezuela reagiert. Premierminister Pedro Sánchez und Parteivorsitzender der PSOE rief zur Deeskalation des Konflikts auf und betonte, dass das Völkerrecht respektiert werden müsse. Nach Ansicht der Regierung ist es wichtig, eine weitere Eskalation zu verhindern und auf Diplomatie und Dialog zu setzen.
Innerhalb der Regierungskoalition herrscht jedoch keine Einigkeit. Linke Parteien wie Sumar, Podemos und Izquierda Unida sprechen von einer illegalen militärischen Aggression und verurteilen das Vorgehen der Vereinigten Staaten vorbehaltlos. Sie sind der Meinung, dass Spanien sich deutlicher von dem Angriff distanzieren muss, und warnen vor den Folgen für die Stabilität in Lateinamerika.
Auch andere linke und regionale Parteien schließen sich dieser Kritik an. Sie weisen darauf hin, dass militärische Interventionen in der Vergangenheit oft zu langwierigen Konflikten und menschlichem Leid geführt haben. Einige Parteien gehen sogar so weit, dass sie eine Überprüfung der militärischen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten fordern.
Auf der anderen Seite des politischen Spektrums liegt der Fokus woanders. Der Vorsitzende der Partido Popular (PP), Alberto Núñez Feijóo, verurteilte den Angriff nicht ausdrücklich, betonte jedoch, dass Venezuela einen politischen Wandel brauche. Seiner Meinung nach sollte dieser von den Oppositionsführern Edmundo González und María Corina Machado angeführt werden, mit dem Ziel, das derzeitige Regime zu beenden.
Der Vorsitzende der Partei Vox, Santiago Abascal, reagierte noch deutlicher und sprach sich für ein Ende der Herrschaft von Nicolás Maduro aus. Laut Vox ist die Aktion der Vereinigten Staaten eine Chance, die Demokratie in Venezuela wiederherzustellen.
Die Uneinigkeit in Spanien zeigt, wie sensibel der Konflikt ist und wie unterschiedlich die Parteien ausländische Interventionen beurteilen. Während die Regierung versucht, einen diplomatischen Mittelweg zu finden, scheint eine gemeinsame spanische Position vorerst in weiter Ferne zu liegen.
Quelle: Agenturen




